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Тем временем:
... Dei Blick der Mutter aber hob sich oft von
ihrer Handarbeit, um mit wehmXtiger Freundlichkeit zu dem Kinde
hinSehnsucht. Er liebte sie um ihrer selbst willen
und sagte sich, dass mit der ErfXllung das Beste vorbei sein wXrde.. Ist das
sXe, schmerzliche, vage Sehnen und Hoffen stiller FrXhlingsabende nicht
genussreicher als alle ErfXllungen, die der Sommer zu bringen vemXchte? X
Ja, er war ein Epikureer, der kleine Herr Friedemann!
Das wussten die Leute wohl nicht, die ihn auf der StraXe mit jener
mitleidig freundlichen Art begrXten, an die er von jeher gewXhnt war. Sie
wussten nicht, dass dieser unglXckliche KrXppel, der da mit seiner putzigen
Wichtigkeit in hellem Xberzieher und blankem Zylinder X er war
seltsamerweise ein wenig eitel X durch die StraXen marschierte, das Leben
zXrtlich liebte, das ihm sanft dahinfloss, ohne groXe Affekte, aber erfXllt
von einem stillen und zarten GlXck, das er sich zu schaffen wusste.
Die Hauptneigung aber des Herrn Friedemann, seine eigentliche
Leidenschaft, war das Theater. Er besaX ein ungemein starkes dramatisches
Empfinden, und bei einer wuchtigen BXhnenwirkung, der Katastrophe eines
Trauerspiels, konnte sein ganzer kleiner KXrper ins Zittern geraten. Er
hatte auf dem ersten Range des Stadttheaters seinen bestimmten Platz, den er
mit RegelmXigkeit besuchte, und hin und wieder begleiteten ihn seine drei
Schwestern dorthin. Sie fXhrten seit dem Tode der Mutter sich und ihrem
Bruder allein die Wirtschaft in dem alten Hause, in dessen Besitz sie sich
mit ihm teilten.
Verheirateit waren sie leider noch immer nicht; aber sie waren lXngst
in einem Alter, in dem man sich bescheidet, denn Friederike, die Xlteste,
hatte siebzehn Jahre vor Herrn Friedemann voraus. Sie und ihre Schwester
Henriette waren ein wenig zu lang und dXnn, wXhrend Pfiffi, die JXngste,
allzu klein und beleibt erschien. Letztere Xbrigens hatte eine drollige Art,
sich bei jedem Worte zu schXtteln und Feuchtigkeit dabei in die Mundwinkel
zu bekommen...